Arbeitskreis Kirche/ Wirtschaft am 29.09. zu Besuch
29.09.2011

 

Wie arbeitet ein bedeutender Bildungsträger für die Aus- und Weiterbildung der Region? Viele Antworten auf diese Frage bekam der Arbeitskreis Kirche/Wirtschaft des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte unter Leitung von Peter Sinn, Kirchenkreis Arnsberg, und Dr. Tilman Walther-Sollich, Kirchenkreis Hamm. Bei einer Betriebserkundung lernten über 20 Mitglieder des Arbeitskreises aus Arnsberg, Hamm und Unna die drei Standbeine Aus- und Weiterbildung, Umschulung und Produktion der Gemeinschafts-Lehrwerkstatt Arnsberg  kennen.
Ausführlich berichtete Geschäftsführer Karsten Hömann, dass die 1942 von Unternehmen der Region Arnsberg gegründete gemeinnützige Lehrwerkstatt zunächst das Ziel hatte, Auszubildende der Metall- und Elektroindustrie überbetrieblich auszubilden. Heute vermittelt die Lehrwerkstatt Auszubildenden des ersten Ausbildungsjahres in Metallberufen manuelle Grundfertigkeiten der Metallbearbeitung,  Grundkenntnisse der maschinellen Zerspanung, Klebe- und Blechbearbeitungstechniken und des Schweißens. Neben einer einjährigen elektrotechnischen Grundausbildung für alle Elektronikberufe führt die Lehrwerkstatt in den folgenden Ausbildungsjahren Sonderlehrgänge durch und bereitet auf die Prüfungen vor. Im Bereich der Weiterbildung können Facharbeiter, Meister und Techniker insbesondere in den Bereichen CNC-Technik, Hydraulik, Pneumatik und Steuerungstechnik geschult werden.
Besonders interessant für den Arbeitskreis war das dritte Standbein, der Bereich Umschulung. Hier werden Arbeitslose mit Bildungsgutschein zu Facharbeitern qualifiziert. Darüber hinaus unterstützt die GLW in ihrer Fertigung die Umschüler durch die Vermittlung von Betriebserfahrung und der praktischen Umsetzung der Ausbildungsinhalte. Davon profitieren die Umschüler der Agentur für Arbeit sowie Teilnehmer von Sondermaßnahmen.
Nach einer Führung durch die Werkstatt wurden ausführlich Fragen der Finanzierung und Ausbildungsberufe diskutiert. Besonders stolz war Karsten Hömann auf die Vermittlungsquote im Bereich Umschulung: „Zurzeit erreichen wir eine hervorragende Vermittlungsquote von bis zu  90 Prozent, abhängig von der Konjunktur.“, so Hömann.



zurück zur Übersicht